Kategorien
Burkina Faso Rollstuhlprojekt SO-Europa Uganda Vereinsinformationen

Nr. 25 vom 22.12.2021

Liebe Mitglieder, Mitarbeiter-, Spender- und Unterstützer*innen,

jedes Jahr vor Weihnachten überlegen wir uns in der Vorstandschaft, wie wir Sie/Euch so kurz und gleichzeitig umfassend wie möglich über unsere Hilfsprojekte informieren können. Dabei dürfen aber unsere weiteren Projekt-Planungen und die anstehenden Herausforderungen auch nicht zu kurz kommen.

Wir sind keine professionellen Berichterstatter aber eines haben wir auch gelernt: „Bilder sagen mehr als Worte“! Allerdings macht uns da die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einen gewaltigen Strich durch die Rechnung! Wir dürfen keine Bilder zeigen, wenn uns die Menschen ihr Einverständnis nicht gegeben haben. Das Veröffentlichen von Bildern behinderter Menschen, insbesondere auch Kinder, ist unter Strafe gestellt, wenn kein ausdrückliches Einverständnis vorliegt. Das ist bei Bildmaterial aus Ländern der Dritten Welt, wo oftmals Schreiben und Lesen nicht bekannt sind, fast unmöglich. Aber genau diesen „Ärmsten der Armen“ in ihrer misslichen Lage zu helfen, aus ihrer Hilf- und Würdelosigkeit herauszukommen, ist unser Ziel! Doch wie können wir Spendenwerbung betreiben, wenn wir keine Gesichter und schon gar keine behinderten Menschen zeigen dürfen?!

Dennoch versuchen wir es. Wir berichten, wie beschwerlich die Arbeit im Vorfeld ist, wenn man bedürftigen Menschen helfen will. Wir zeigen Fotos unserer Rollstuhlwerkstatt in Karlsruhe, unserer mit wertvollen Wirtschaftsgütern gefüllten Halle in Oberhausen, von beschwerlichen LKW-Beladungen und dem Abladen vor Ort, usw. Dass die Hilfe bei den Bedürftigen ankommt und dort Freude und bei Behinderten sogar ein Zugewinn an Menschenwürde entstanden ist, können Sie sich/Ihr euch sicher selbst vorstellen.

Über unsere Entwicklungsprojekte in Afrika haben wir schon im letzten Infobrief ausführlich berichtet. Für uns war die Einstufung von Burkina Faso 2020 als eines der ärmsten Länder der Welt mit einer 90%-Förderung durch das Entwicklungshilfeministerium für neue Investitionsprojekte sehr vorteilhaft. Für früher genehmigte Projekte gibt es leider nur eine Finanzierung von 75%, d.h. wir müssen 25% selbst beisteuern, während es bei neuen „nur noch“ 10% sind. Dies versetzt uns in die Lage, im Lauf des Neuen Jahres eine weitere Grund- und Realschule in Burkina Faso zu bauen.

Die vier Gebäude und Toiletten umfassende Berufsschule in Burkina Faso wurde zum Schuljahresbeginn im September in Betrieb genommen. Jetzt haben wir beim Entwicklungshilfeministerium ein Agrar-Förderprojekt beantragt, das die Lebensmittelversorgung durch unsere Agrar-Genossenschaft in der Region verbessern soll. Dies beinhaltet auch eine Lehrwerkstatt für Agrargeräte- und Solaranlagen-Mechaniker.

Die Inklusionsschule in Uganda wird voraussichtlich im Mai 2022 ihren Betrieb aufnehmen, wenn die seit über einem Jahr andauernden Schulschließungen wegen Corona beendet werden. Da ist auch schon ein Nachfolgeprojekt im Antragsstatus für einen Integrativen Kindergarten. In 2-3 Jahren soll dort auch eine Werkstatt entstehen, wo behinderte und nicht-behinderte Jugendliche einen Beruf erlernen können.

Der Bau des Krankenhauses in Burkina Faso geht Corona-bedingt etwas langsamer vonstatten als geplant, aber die Fertigstellung ist im Frühjahr 2022 abzusehen. Leider mussten wir hier Kostensteigerungen von über 20% durch Materialknappheit verkraften. Dafür hat uns das Entwicklungshilfeministerium jetzt eine Geldmittel-Aufstockung von 138.000 € genehmigt, wovon wir allerdings 34.500 € zusätzlich beizusteuern haben.

Und hier muss jetzt unser größtes Sorgenkind aber auch unsere Herzenssache wieder zur Sprache kommen! Die Rollstuhlwerkstatt in Karlsruhe mit den beiden hauptberuflichen Arbeitskräften C. Wieschalla und U. Dübon ist sehr produktiv und vor allem wird hervorragende Qualität produziert. Allerdings haben wir jeden Monat Personalkosten und Pacht für die Werkstatträume in Höhe von über 5.100 € zu finanzieren. Dazu kommen Kosten für Ersatzteile und Vollgummi-Bereifung der Rollstühle und unser Eigenanteil für die Fracht von rund 2.400 €, was insgesamt 7.500 € ergibt. Dieser Betrag ist mittlerweile von uns vollständig durch Spenden zu finanzieren.

Deshalb muss ohne Unterlass die Werbetrommel für dieses wichtige Projekt gerührt werden! Es gibt (leider) Menschen auf dieser Welt, für die ein instand gesetzter Rollstuhl überlebensnotwendig ist. Sie kriechen im Dreck auf Händen und Knien, infizieren sich mit Bakterien was schlimmstenfalls zum Tode führt. An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an die Stiftung Nussbaum Medien und die Sparkasse Karlsruhe für die beiden erfolgreichen Online-Spendenwettbewerbe im Dezember 2021.

Oder denken Sie an Kinder, die infolge Muskelschwäche nicht laufen lernen können. Ihnen hilft oft ein Rollator (wie ihn unsere alten Leute benutzen), um laufen zu lernen und somit von einer lebenslangen Behinderung verschont zu bleiben.

Deshalb unsere Bitte: Helfen Sie mit Ihrer einmaligen oder regelmäßigen Spende mittels Überweisung, Dauerauftrag oder im Lastschriftverfahren dieses und andere Projekte fortzuführen. Machen Sie bitte Werbung für uns im Bekanntenkreis oder auf einer Webseite. Im Raum Karlsruhe und der ganzen Kurpfalz kommt auch gerne jemand vom Konvoi der Hoffnung zu Ihrer Veranstaltung, um die Projekte vorzustellen.

Wir waren sehr froh, dass dieses Jahr wieder unser traditioneller Info-Abend am 9. November stattfinden konnte und hoffen, dass dies auch in 2022 wieder möglich wird.

Wir möchten zu diesem Jahresende allen unseren Geld- und Sachspendern und unseren aktiven und passiven Mitgliedern und Mitarbeiter/innen für Ihre/Eure großartige Unterstützung danken! Denn nur aus diesem Hilfe-Miteinander besteht und entsteht „Konvoi der Hoffnung“!

Wir wünschen Ihnen/Euch allen ein frohes Weihnachtsfest, sowie Glück und vor allem Gesundheit für 2022!

Der Vorstand des Konvoi der Hoffnung Oberhausen-Rheinhausen e. V.

gez. Manfred Rölleke – Bernhard Schilling – Charly Bechle – Dr. Roland Fuest

Kategorien
Burkina Faso Rollstuhlprojekt Uganda Vereinsinformationen

Nr. 24 vom 30. Sep. 2021

Liebe Mitglieder, Mitarbeiter-, Spender- und Unterstützer*innen,

nun ist es mal wieder an der Zeit, von unseren Hilfsprojekten zusammenfassend zu berichten und Euch/Sie über unsere Pläne und anstehenden Herausforderungen zu informieren.

Die Berufsschule in Bantougdo/Burkina Faso/West-Afrika ist fertiggestellt und der Unterricht hat bereits begonnen! Für 2022 haben wir dort auch den Bau einer Grund- und Realschule im Dorf Tangoden beim Entwicklungshilfe-Ministerium angemeldet, weil während der Regenzeit schon mehrere Kinder (auch Erwachsene) auf dem Weg zur nächsten Schule am Zufluss zum Stausee ertrunken sind. Unser Finanzierungsanteil beträgt nur 10% = 19.200 €.

In Uganda ist das „Zinunula-Inklusionsschul-Projekt“ beim Innenausbau und für 2022 haben wir den Bau eines Inklusionskindergartens am gleichen Standort angemeldet. Die Finanzierung ist durch unseren Partnerverein gesichert.

Unser Krankenhaus-Projekt in Koudougou/Burkina Faso macht nur langsame Fortschritte, was wohl auch mit Corona zusammenhängt. Trotzdem stehen mittlerweile die zwei Geschosse – zumindest auf den Stützpfeilern – und obwohl (oder-gerade-weil) die Wände noch fehlen, läuft schon der Innenausbau mit sanitären und elektrischen Leitungen. Für dieses große Projekt müssen wir in diesem und nächsten Jahr noch rund 56.500 € Spenden „einsammeln“.

Der „Schullehrgarten Gonsin“ ist fertiggestellt und dient als Schauobjekt für die traditionellen Kleinbauern. Er zeigt, wie mit wenig Wasservorrat in den Schöpfbrunnen, gute Ernten in der Trockenzeit erzielbar sind: mit sparsamer Tröpfchen-Bewässerung. Aus unserem „Großen Agrarprojekt“ wurde Anfang August das erste Kleinprojekt für 2022 beim Entwicklungshilfeministerium beantragt. Mit etwas Glück wird es dieses Jahr noch genehmigt. Unser Finanzierungsanteil beträgt auch hier nur 10% = 6.300 €.

Die letzten Sachspendensammlungen konnten zwar problemlos durchgeführt werden, aber mit den neuen Abgabezeiten am späten Samstagnachmittag können sich offensichtlich nicht so viele Spender anfreunden. Viele Sachspenden musste deshalb unser Team mühsam zwischen den Aktionen abholen. Der Zuspruch ist nach wie vor recht groß, denn die Menschen haben erkannt, dass sie durch die Wiederverwendung noch brauchbarer Dinge doppelt helfen können: einmal den Bedürftigen, die sich Neues nicht leisten könnten, vor allem aber auch uns allen, denn durch Einsparung wertvoller Ressourcen dienen wir dem Umweltschutz. Wir schätzen, dass wir auch in diesem Jahr etwa so viele Hilfsgüter auf die Reise in ärmere Länder schicken werden wie letztes Jahr.

In Zusammenhang mit der Flutkatastrophe Mitte Juli wurde unser Verein auch auf der Hilfeseite des Katastrophenschutzes registriert, damit auch später im Jahr bei Bedarf Sachspenden zur Verfügung gestellt werden können. Die riesengroße (Geld-)Spendenbereitschaft für die Flutopfer haben auch wir zu spüren bekommen. Leider im negativen Sinn, denn unsere Geldspenden sind im Vergleich zu 2020 im gleichen 9-Monats-Zeitraum um fast 30.000 € oder 21% zurückgegangen. Dies treibt uns die Sorgenfalten auf die Stirn, wenn wir an die laufenden Finanzierungsverpflichtungen unserer Hilfsprojekte denken.

Und hier muss jetzt unser größtes Sorgenkind aber auch unsere Herzenssache zur Sprache kommen! Die Rollstuhlwerkstatt in Karlsruhe mit den beiden hauptberuflichen Arbeitskräften ist sehr produktiv und vor allem wird hervorragende Qualität produziert. Allerdings haben wir jeden Monat Personalkosten und Pacht für die Werkstatträume in Höhe von über 5.100 € zu finanzieren. Dazu kommen Kosten für Ersatzteile und Vollgummi-Bereifung der Rollstühle und unser Eigenanteil für die Fracht von rund 2.400 €, was insgesamt 7.500 € ergibt. Dieser Betrag ist mittlerweile von uns vollständig durch Spenden zu finanzieren.

Deshalb muss ohne Unterlass die Werbetrommel für dieses wichtige Projekt gerührt werden! Es gibt (leider) Menschen auf dieser Welt, für die ein instand gesetzter Rollstuhl überlebensnotwendig ist. Sie kriechen im Dreck auf Händen und Knien, infizieren sich mit Bakterien was schlimmstenfalls zum Tode führt. Oder denken Sie an Kinder, die infolge Muskelschwäche nicht laufen lernen können. Ihnen hilft oft ein Rollator (wie ihn unsere alten Leute benutzen), um laufen zu lernen und somit von einer lebenslangen Behinderung verschont bleiben.

Sehen Sie selbst auf den folgenden Bildern wie groß die Not bei diesen „Ärmsten der Armen“ in der „3.Welt“ ist:

Deshalb unsere Bitte: Helfen Sie mit Ihrer einmaligen oder regelmäßigen Spende mittels Überweisung, Dauerauftrag oder im Lastschriftverfahren dieses und andere Projekte fortzuführen. Machen Sie bitte Werbung für uns im Bekanntenkreis oder auf einer Webseite. Im Raum Karlsruhe-Heidelberg kommt auch gerne jemand vom Konvoi der Hoffnung zu Ihrer Veranstaltung, um die Projekte vorzustellen.

Dieses Jahr kann sehr wahrscheinlich wieder unser traditioneller Info-Abend am 9. November um 19 Uhr im Bürgerhaus Wellensiek & Schalk in Oberhausen-Rheinhausen, Jahnstr. 23-25, stattfinden. Wir müssen aber sicher die 3-G-Corona-Regeln einhalten. Trotzdem, schon heute ein herzliches Willkommen! Wir wünschen Euch/Ihnen allen, dass Sie gesund bleiben oder werden und wir noch lange miteinander für die ‚Gute Sache‘ arbeiten und wirken können.

gez. Manfred Rölleke – Bernhard Schilling – Charly Bechle – Roland Fuest

Kategorien
Vereinsinformationen

Nr. 22 vom 25.03.2021

Nun hat uns die Corona-Pandemie noch einmal voll „ausgebremst“! Dennoch versuchen wir mit der gebotenen Vorsicht, unseren Verpflichtungen in der Hilfsprojektarbeit für bedürftige Menschen nachzukommen. Gleichzeitig geben wir wertvollen Wirtschaftsgütern ein zweites Leben und schonen so unsere Umwelt.

So wurden seit Weihnachten 3 LKWs und 1 Container beladen und verschickt, in der Werkstatt Karlsruhe Rollstühle repariert und in Afrika wurde weiter an Schulen und der Klinik gebaut. Wir sehen zwar, dass in Afrika die Bauprojekte langsamer vorangehen, aber meistens sind da Lieferengpässe von Material verantwortlich. Afrika scheint nicht ganz so hart von der Pandemie getroffen zu sein, doch dies ist hauptsächlich auf das niedrige Durchschnittsalter (z.B. Burkina Faso 16,5; Uganda 15 Jahre) zurückzuführen und weil sehr wenig getestet wird. Man schaut dort auch nicht so genau hin, ob ältere Menschen an Corona verstorben sind oder wegen anderen, altersbedingten Krankheiten.

Wir hoffen jetzt, dass bei uns die Impfungen endlich Fahrt aufnehmen, so dass wir im Laufe des Jahres unsere dringend notwendige Jahreshauptversammlung und hoffentlich auch mal wieder einen öffentlichen Info-Abend durchführen können, der übrigens für Dienstag, 09. November, 19 Uhr im Bürgerhaus Oberhausen geplant ist.

Die Zwänge der Pandemie haben allerdings auch dazu geführt, dass unser Verein effizienter und digitaler wurde. Nach wie vor besprechen wir uns in der Vorstandschaft jeden Montagabend von Zuhause in einem gemeinsamen Online-Meeting, um offene Fragen zu klären und Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Seit einigen Wochen treffen wir uns auch mit dem neu gebildeten Agrarprojekt-Team (9 Mitglieder) jeden Mittwochabend, um den Projektantrag zu erarbeiten, für den wir bei der Mitgliederbefragung außerordentlich großen Zuspruch erfuhren. Dabei wollen wir mit einem 90%-igen Zuschuss unseres Entwicklungshilfeministeriums und einer Investitionssumme von über einer halben Million Euro in den nächsten vier Jahren die Genossenschaftsidee in Burkina Faso im Agrarsektor ausweiten. Damit können in Zukunft Hungersnöte vermieden und mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, was eine sichere Bleibeperspektive für junge Menschen in Afrika eröffnet!

Die Arbeit mit modernen Medien, aber auch die Nutzung von Facebook und Messengern wie WhatsApp, Signal und telegram macht Spaß und führt dazu, dass wir Sie besser und aktueller informiert halten können. Ebenso wichtig für unsere Spender und Partner in der Entwicklungshilfe ist allerdings unser tagesaktuelles und zuverlässiges Buchhaltungs- und Berichtssystem, das unser stv. Vorsitzender Bernhard Schilling entwickelt hat. So sind wir auch durch diszipliniertes Projektcontrolling hier und im Ausland ein angesehener Partner für die Entwicklungshilfeministerien in Berlin und Stuttgart geworden. Großprojekte werden außerdem von externen Wirtschaftsprüfern begutachtet.

Zu den Fotoalben

Für den Klinikbau in Burkina Faso bekamen/bekommen wir vom Entwicklungshilfeministerium 447.749 € und wir müssen einen Eigenanteil von 106.289 € bezahlen. Bis jetzt wurden uns dafür 35.587 € gespendet also fehlen uns jetzt noch 70.702 €, die wir bis Anfang 2023 benötigen und deshalb bitten wir weiterhin um Ihre wertvolle Unterstützung.

Der Rohbau des 1. Bauabschnitts der Inklusionsschule in Uganda unter der fachlichen Leitung unseres Projektpartners Zinunula e.V. aus Kusterdingen mit einem Investitionsvolumen von 236.000 € (wobei wir hier zum ersten Mal 90% Förderung erhalten) ist fast fertig. Den Eigenanteil der Projektkosten hat Zinunula durch eigene Spenden finanziert.

Der Fortbestand unserer Behindertenhilfe in den Entwicklungsländern ist nicht nur unserem verehrten Herrn Dentler sondern auch uns allen ein großes Anliegen! Zusammen mit unserem Partnerverein Konvoi Karlsruhe e.V. kämpfen wir um Geldspenden und andere Einnahmen, damit wir die monatlichen Durchschnittskosten von 6.500 – 7.000 € weiterhin aufbringen können. Denn in allen Ländern der sogenannten 3. Welt gibt es unbeschreiblich viel Bedarf! Deshalb streben wir an, 10 Container Behindertenhilfsmittel im Jahr zu verschicken und den Inhalt mit verschiedenen Partnern vor Ort an die Ärmsten der Armen verteilen zu lassen. Mit höherer Menge können wir so auch unsere Stückkosten reduzieren. Im Anschluss zeigen wir noch unsere Hilfebilanz für 2020 im Vergleich zu 2019 und 2018, die sich durchaus sehen lassen kann. Allen, die zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben, sagen wir ein herzliches Dankeschön!

Kategorien
Vereinsinformationen

Nr. 21 vom 16.12.2020

Trotz der Corona-Pandemie konnten wir auch in diesem Jahr viel bewegen und helfen. Obwohl Ausgangsbeschränkungen und Abstand halten an vorderster Stelle stand, musste nur eine unserer Sammelaktionen ausfallen. Die übrigen konnten wir – zwar am Freitag nachmittags – mit entsprechendem Hygienekonzept durchführen.

Ausgefallen sind leider die alljährliche Mitgliederversammlung und der Informationsabend im November. Allerdings hat die Pandemie auch in unserem Verein zu zukunftsorientierten Veränderungen geführt. So besprechen wir uns in der Vorstandschaft jetzt wöchentlich von zuhause aus in einem gemeinsamen Online-Meeting, um offene Fragen klären und
Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Momentan erarbeiten wir ein Konzept, um Sie alle über moderne Medien wie Facebook und die Messenger whatsapp und telegram besser und schneller zu informieren.

Es wurden beachtliche 29 Lastzüge mit Sammelgütern, Baustoffen, Schul- und Klinikmöbeln nach Südosteuropa beladen und einer mit Rollstühlen usw. sogar nach Asien bis Tadschikistan. Außerdem gab es 3 Überseecontainer mit Schul- und Klinikmöbeln nach Burkina Faso/Afrika und 5 Container mit Behindertenhilfsmitteln nach Äthiopien, Eritrea (2), Mosambik und Thailand. Die Transportkosten für Übersee-Container übernimmt im Regelfall das BMZ mit 75%. An den verbleibenden Kosten beteiligen sich auch unsere Kooperationspartner. Somit konnte sehr vielen
bedürftigen und behinderten Menschen geholfen werden.

Große Erfolge durften wir auch in der Zusammenarbeit mit dem Entwicklungshilfeministerium (BMZ) in Bonn feiern, denn dieses Jahr wurden uns zwei umfangreiche Entwicklungsprojekte genehmigt: Die erste Bauphase der Inklusionsschule in Uganda unter der fachlichen Leitung unseres Partners ZINUNULA e.V. mit einem Investitionsvolumen von 223.000 € (wobei wir hier zum ersten Mal 90% Förderung erhalten) und den Bau einer Klinik in Burkina Faso mit einem Investitionsvolumen von 597.000 €. Besonders dafür benötigen wir für den Eigenanteil des Vereins nach heutigem Stand noch Geldspenden in Höhe von rund 87.000 € in den nächsten zwei Jahren.

Das Schulprojekt in Uganda wurde sofort nach der Genehmigung Anfang August begonnen und der Bau ist trotz pandemiebedingter Erschwernisse schon weit fortgeschritten. Beim Klinikprojekt mussten noch einige Hürden genommen werden (Bodenproben, Klärung der Wasser- und Stromversorgung, Eröffnung des Projekt-Bankkontos etc.) und selbst die Neuwahl von Parlament und Präsident in Burkina Faso Mitte November sorgte für Verzögerungen, bis es im Dezember endlich mit dem Bau los gehen konnte.

Zu den Fotoalben

Währenddessen wurden die – im Oktober 2019 begonnenen – zwei ersten Gebäude der Berufsschule in Bantougdo fertiggestellt und die nächsten beiden hochgezogen. Hier führte vor allem der klimabedingte Wassermangel zu Verzögerungen. Deshalb wurde die Projektlaufzeit auf Vorschlag des BMZ bis 30. April 2021 verlängert.

Insgesamt erhielten wir dieses Jahr für unsere lfd. Projekte öffentliche Zuschüsse von 504.732 €. Davon wurden zusammen mit unserem Eigenanteil dem dortigen Bedarf entsprechend ratenweise 389.452 €, nach Afrika transferiert.

Für die Ernährungssicherung, Ausbildung und Behindertenhilfe wurden 2020 bis heute in verschiedenen armen Ländern Geldspenden in Höhe von 223.320 € eingesetzt. Die Corona-Pandemie trifft die Ärmsten in der Welt schlimmer als uns hier. Die Gesundheitsversorgung ist für so eine Katastrophe nicht ausgelegt Behandlungskosten müssen meist selbst bezahlt werden, Krankenhäuser gibt es nur wenige. Die Lebensmittelversorgung in den Städten ist miserabel, weil Warentransporte zu den Märkten nicht mehr stattfinden. Menschen flüchten wieder aufs Land, wo noch Lebensmittel zu erschwinglichen Preisen zu haben sind.

Die Agrar-Genossenschaft in Burkina Faso besteht inzwischen aus 217 Mitgliedern und hat das Glück, dass es in dieser Regenzeit dort viel und langanhaltend geregnet hat. Somit konnten die Mitglieder mehrfach ihre Felder bestellen und gute Ernten erzielen. Um die Lebensmittelversorgung weiter zu verbessern, wollen wir in den nächsten 5 Jahren zusammen mit dem BMZ 550.000 € in diese Agrar-Genossenschaft investieren. Auch dieses Projekt wurde als „A-Projekt“ mit einem möglichen Förderzuschuss von 90% eingestuft. So könnte ein großes Maschinen- und Gerätelager mit Werkstatt, einem Kühlraum für die zu vermarktenden Lebensmittel, sowie Schulungs- und Verwaltungsräume gebaut werden. Zusätzliche solarbetriebene Pumpen sollen weiteren Bauern Feldbewässerung ermöglichen, um mehr Gemüse zu erzeugen.

Auch am Stausee in Komki konnten die Bauern wieder gute Ernten erzielen. Herr Dr. Pflücke hatte mit einem kleinen Team die Möglichkeit, direkt vor Beginn der Corona-Pandemie die Gegend zu besuchen und sich für uns alle von der sinnvollen Spendenverwendung für den Schulbesuch vieler Kinder zu überzeugen.

Ich möchte zu diesem Jahresende allen unseren Geld- und Sachspendern und unseren aktiven und passiven Mitgliedern und Mitarbeiter/innen für Ihre/Eure großartige Unterstützung danken! Denn nur aus dieser Hilfe besteht Konvoi der Hoffnung!

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest, sowie Glück und vor allem Gesundheit für 2021 und dass wir noch lange miteinander für die ‚Gute Sache‘ arbeiten können!

Ihr Manfred Rölleke

Kategorien
Vereinsinformationen

Nr. 20 vom 20.09.2020

Liebe Mitglieder, Mitarbeiter-, Spender- und Unterstützer*innen,

In diesem Jahr lehrt uns die Corona-Pandemie ein Leben mit beträchtlichen Einschränkungen. Wir können zwar jetzt wieder Sachspenden-Sammelaktionen durchführen, aber nur am späten Freitagnachmittag, damit wir nicht den Kunden vom Recyclinghof samstags in die Quere kommen. Denn es dürfen ja nur maximal vier Autos gleichzeitig auf den Hof. Dies hat sich aber (nachdem nur eine geplante Aktion im Mai abgesagt werden musste) freitags ganz gut eingespielt. Die nächste Sammelaktion findet am Freitag, den 2. Oktober, schon von 15 bis 18 Uhr statt, weil es jetzt ja immer früher Nacht wird. 

Sie alle wissen, dass wir dieses Jahr auch noch keine Jahreshauptversammlung durchführen konnten. Auch unser geplanter Info-Abend kann am 10. November dieses Jahr nicht stattfinden. Wir wissen auch nicht wann eine Präsenz-Mitgliederversammlung gefahrlos wieder möglich sein wird, und bei inzwischen 143 Mitgliedern (die wir ja alle einladen müssen) ist der geeignete kostenlose Saal auch nicht einfach zu finden. 

Somit hat der Vorstand beschlossen, die förmliche Mitgliederversammlung ausfallen zu lassen. Den Informationsteil werden wir unseren Mitgliedern per Email oder Brief zustellen, Vorstandswahlen und andere Beschlüsse werden dann erst im nächsten Jahr auf der Tagesordnung sein, wenn die Beschränkungen und Gefahren hoffentlich beendet sind. Dies gilt auch für die selbständigen Konvoi-Vereine in Bruchsal und Waghäusel. Zudem beabsichtigen wir, in Kürze ein Mitgliederforum via Internet einzurichten, damit künftig auch ALLE Mitglieder enger am Vereinsleben und den Vereinsaufgaben teilhaben können. 

Zusätzlich zu den allgemeinen Informationen über unsere finanziellen Eckdaten von 2019, die wir in den letzten beiden Info-Briefen gezeigt haben, sehen Sie hier in welchen Ländern und Bereichen wir 2019 unsere konsolidierten Gesamt-Einnahmen in Höhe von 513.455 € verwendet haben: 

Burkina Faso: Schulbau, Agrarwirtschaft, Schülerspeisungen, Lehrergehälter 217.153 € 
Burundi: Fertigstellung der Grundschule, Waisenhäuser, Verstoßene Mütter 22.838 € 
Kongo: Nähkurse und Nähmaschinen für ehemalige Kindersoldatinnen 3.500 € 
Togo: Schulverpflegung für 100 taubstumme Schüler/innen (inzwischen beendet) 1.143 € 
Uganda: Entwicklungsprogramme für die Landbevölkerung, Schulbau 62.603 € 
Behindertenhilfe: Transport-, Verteilungs-, Personalkosten u. Werkstattmiete 73.652 € 
Osteuropa: LKW-Transportkosten, Transporter-Miete, Konvoi-Auto, etc. 44.824 € 
Regionale Sozialhilfe: Bedürftige Menschen und Familien in unserer Region 1.003 € 
Ukraine: Sozialhilfe für 6 arme Dörfer in Transkarpatien durch Pater Martin 35.000 € 
Flüchtlingshilfe und Lepra-Bekämpfung: Libanon, Syrien, etc. 830 € 
Sonstiges 90 € 
Gesamtausgaben 432.636 € 

Der Investitionsstau beim BMZ in Bonn hat sich Ende 2019 aufgelöst und die Zuschüsse wurden noch im Dezember an uns überwiesen. Deshalb lagen dann zum Jahreswechsel noch 41.123 € bei uns auf den Konten die erst 2020 für den Weiterbau der Berufsschule in Burkina Faso aufgewendet wurden. Außerdem hatte unser Partnerverein Zinunula aus Kusterdingen schon vor Jahresschluss 10.000 € – im Vorgriff auf den im Juli 2020 genehmigten Bau der Inklusionsschule in Uganda – überwiesen, die jetzt erst mit dem Baubeginn im August dort aufgebraucht wurden. Diese beiden Positionen alleine erklären den Aufbau unserer Geldbestände um rund 51.000 € zum Jahreswechsel 2019. Die Kosten für Osteuropa stellen den Bruttoaufwand dar, demgegenüber stehen Einnahmen aus ausgestellten Rechnungen für die Transporte, so dass die Spenden bei den Sammelaktionen weitestgehend für andere Zwecke Verwendung finden. 

In der Sitzung des Vorstands am 30.07.2020 wurde beschlossen, dass unser Mitglied Herr Roland Fuest zum Assistenten des Vorstandes ernannt wird. Außerdem wurde dort beschlossen, dass der Vorstand eine wöchentliche Video-Konferenz in TEAMS abhält, in der laufend offene Fragen geklärt werden. Bei spezifischen Herausforderungen werden auch weitere Kolleg*innen (sogar aus Afrika) dazu eingeladen. Dies hat sich in den letzten Wochen schon als hervorragendes Instrument für gemeinsame Besprechungen und Entscheidungsfindungen in Corona-Zeiten herausgestellt und wird sicher auch in Zukunft praktiziert werden.  

Nun möchte ich noch einige Informationen über unsere bisherigen Aktivitäten in 2020 vermelden: 

Bis jetzt haben wir in diesem Jahr Corona-bedingt zwar nur drei Sammelaktionen durchführen können, aber schon 18 LKW und 4 Container (darunter 3 mit Behindertenhilfsmitteln) zu bedürftigen Menschen in 7 arme Länder verschickt. Bei den meisten Sendungen bekommen wir inzwischen die Fracht teilweise oder ganz vergütet (z.B. Baustoffe und Schulmöbel). Übersee-Container werden vom Entwicklungshilfeministerium (BMZ) mit über 75% bezuschusst.  

Die Berufsschule in Bantougdo/Burkina Faso ist inzwischen fast fertiggestellt, obwohl wegen Corona-Auflagen der Bau über mehrere Monate ganz oder teilweise ruhen musste. Dieses wichtige Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekt mit einer Investitionssumme von 209.690 € hat unser Entwicklungshilfeministerium (BMZ) mit 157.268 € gefördert und wir mussten 39.357 € aus Spenden finanzieren. Den Rest hatte unser lokaler Projektpartner vor Ort beizusteuern. 

Die Inklusions- oder Förderschule in Bukulula/Uganda wurde Anfang August begonnen und wir liegen damit gut im Zeitplan. Dieses Kooperationsprojekt mit vier beteiligten Vereinen; neben Konvoi, Zinunula in Kusterdingen, KAP in Kyamulibwa/Uganda und Ogutateganya in Masaka/Uganda mit einer Investitionssumme von 223.132 € wird vom BMZ sogar mit 90% Zuschuss oder 200.819 € gefördert, weil hier behinderte und nicht-behinderte Kinder gleichberechtigt nach den Vorgaben der UN-Menschenrechtskonvention unterrichtet werden. Wir vom Konvoi stellen hier, in Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Projektpartner KAP, nur unser bewährtes Abrechnungssystem und unsere langjährige Erfahrung mit Projektabwicklungen mit dem BMZ zur Verfügung. Ogutateganya organisiert vor Ort die Baumaßnahmen und betreibt dann die Schule. Den erforderlichen finanziellen Eigenanteil bestreitet Zinunula aus eigenen Geldspenden. 

Unser Projektantrag für die Klinik in Koudougou/Burkina Faso wurde am 2. September vom BMZ genehmigt. Dies ist mit einer Investitionssumme von 596.999 € unser bisher größtes Hilfsprojekt. Das BMZ finanziert davon 447.749 € und wir müssen netto 106.289 € Spendengeld beisteuern, wofür wir um Ihre finanzielle Unterstützung bitten. Den Rest müssen unsere lokalen Projektpartner in Burkina Faso bezahlen. Gebaut wird eine zweigeschossige OP-Klinik mit 40 Betten, Entbindungsabteilung, Notaufnahme und Apotheke. Damit schaffen wir auch 47 gut dotierte Arbeitsplätze in der drittgrößten Stadt von Burkina Faso. 

Die Corona-Pandemie trifft natürlich die Ärmsten in der Welt noch schlimmer als uns hier. Die Gesundheitsversorgung ist dort für so eine Katastrophe überhaupt nicht ausgelegt. Fast Jeder muss seine Behandlungskosten selbst tragen. Dazu kommt die schlechte Lebensmittelversorgung in den Städten, weil die Lieferketten unterbrochen sind und dadurch die Preise explodieren. So hat die WHO schon letzten Monat vor einer Hungerkatastrophe im Norden Burkina Faso’s gewarnt, zumal dort der islamistische Terror auch noch für Hunderttausende Inlandsflüchtlinge verantwortlich ist. 

Unsere Agrar-Genossenschaft in Burkina Faso besteht inzwischen aus 175 Mitgliedern und hat das Glück, dass es in dieser Regenzeit viel und langanhaltend geregnet hat. Somit konnten die Mitglieder fleißig ihr Felder bestellen und hoffen im Oktober/November auf gute Ernten, so dass in unseren Partner-Gemeinden in diesem Jahr wohl keine Hungersnot zu befürchten ist. Durch zusätzliche Solar-Bewässerung soll dies auch in den kommenden Jahren weiter verbessert werden. 

Nochmal herzlichen Dank allen Spendern, unseren aktiven Mitgliedern und Mitarbeitern, insbesondere aber auch unseren Projektbetreuern im Ausland und allen, welche in irgendeiner Weise zu unseren Vereinszielen beitragen und durch ihre Mitarbeit und/oder Geld- und Sachspenden bedürftigen Menschen helfen! 

Ich wünsche allen, dass Sie gesund bleiben und dass wir noch lange miteinander für die ‚Gute Sache‘ arbeiten können!                                                                                      


Hier exemplarisch einige Bilder. Weitere Bilder finden Sie, wenn Sie oben rechts den Menüpunkt „Fotoalben“ anklicken.

Kategorien
Burkina Faso

Berufsschulbau in Bantougdo geht weiter

Mit dem Bau unserer Berufsschule in Bantougdo/Burkina Faso ging es bis zum Beginn der Corona-Pandemie gut voran. Zwei der vier Gebäude waren fast fertig als der Bau wegen fehlender Hygiene-Maßnahmen und nicht ausreichenden Unterkünften für die Bauarbeiter eingestellt wurde. Doch diese Probleme sind inzwischen behoben, so dass bis Ende September 2020 alle vier Schulgebäude errichtet sein werden.

Berufsschule Bantougdo

In der ganzen Region mit über 60.000 Einwohnern gab es bisher keine Berufsschule. Mit Beginn des Schuljahres im Oktober werden dort junge Menschen in Theorie und Praxis in den gängigen Berufen in Afrika zu 2- und 4-Rad-Mechanikern, Frisören, Maurern, Näherinnen, Schreinern und Schweißern ausgebildet.

Es ist ziemlich sicher, dass wir trotz allem die Baukosten von knapp 210.000 € einhalten können. Darin steckt ein Zuschuss des Entwicklungshilfeministeriums in Bonn über 157.000 €. Da wir grundsätzlich nur Hilfe zur Selbsthilfe leisten, müssen unsere Partner in Burkina Faso 4.000 € beisteuern, was für ihre Verhältnisse eine Menge Geld ist. Wir haben 49.000 € zu bezahlen und sind deshalb auf Ihre Geldspenden wieder dringend angewiesen!

Berufsschule Bantougdo