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Berufsschulbau in Bantougdo geht weiter

Mit dem Bau unserer Berufsschule in Bantougdo/Burkina Faso ging es bis zum Beginn der Corona-Pandemie gut voran. Zwei der vier Gebäude waren fast fertig als der Bau wegen fehlender Hygiene-Maßnahmen und nicht ausreichenden Unterkünften für die Bauarbeiter eingestellt wurde. Doch diese Probleme sind inzwischen behoben, so dass bis Ende September 2020 alle vier Schulgebäude errichtet sein werden.

Berufsschule Bantougdo

In der ganzen Region mit über 60.000 Einwohnern gab es bisher keine Berufsschule. Mit Beginn des Schuljahres im Oktober werden dort junge Menschen in Theorie und Praxis in den gängigen Berufen in Afrika zu 2- und 4-Rad-Mechanikern, Frisören, Maurern, Näherinnen, Schreinern und Schweißern ausgebildet.

Es ist ziemlich sicher, dass wir trotz allem die Baukosten von knapp 210.000 € einhalten können. Darin steckt ein Zuschuss des Entwicklungshilfeministeriums in Bonn über 157.000 €. Da wir grundsätzlich nur Hilfe zur Selbsthilfe leisten, müssen unsere Partner in Burkina Faso 4.000 € beisteuern, was für ihre Verhältnisse eine Menge Geld ist. Wir haben 49.000 € zu bezahlen und sind deshalb auf Ihre Geldspenden wieder dringend angewiesen!

Berufsschule Bantougdo

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Krankenhaus für Koudougou

BMZ genehmigt den 75 % – Anteil des Bundes

Es ist das bislang größte Projekt in der gut 30-jährigen Vereinsgeschichte, das der „Konvoi der Hoffnung“ jetzt stemmt und in einer ungewöhnlich hohen finanziellen Größenordnung organisiert. Mit dieser Investition könne, wie es heißt, Tausenden von Menschen geholfen werden.

Nach über dreijähriger Antragszeit hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Bau und Betrieb einer Klinik in Koudougou, der drittgrößten Stadt in Burkina Faso, genehmigt. Das Bauprojekt wird am 15. September begonnen, der Klinikbetrieb soll am 1. April 2021 mit immerhin 47 Beschäftigen gestartet werden.

„Gerade in der jetzigen Corona-Pandemie bedeutet dies eine gute Nachricht für die 200.000 Einwohner von Koudougou und Umgebung, denn dort herrscht eine schlimme medizinische Unterversorgung“, hebt der Konvoi-Vorsitzende Manfred Rölleke hervor.

Die neue Klinik wird zunächst mit einem OP-Saal, stationärer Abteilung und Entbindungsabteilung mit insgesamt 40 Krankenbetten in zweigeschossiger Bauweise gebaut. Außerdem werden eine Notaufnahme und eine Klinik-Apotheke gebaut, wo auch ambulant versorgte Kranke ihre Medikamente bekommen können.

Die Investitionssumme liegt bei 597.000 Euro, davon übernimmt das BMZ den Betrag von 447.749 Euro. Aus seinen vorhandenen Spenden muss Verein 106.908 Euro selbst tragen, den Rest bestreiten Projektpartner in Burkina Faso in Höhe von 42.343 (auch durch Eigenleistung). „Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Dies bedeutet, dass wir jeden Spenden-Euro in der Investitionssumme mehr als verfünffachen können“, lässt Rölleke erfreut wissen. Gleichwohl benötigen wir jetzt zahlreiche kleine und große Spenden, um bis zum nächsten Jahr auch unseren Eigenanteil vollständig tragen zu können!

Burkina Faso gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Bericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen von 2019 rangiert das Land auf Platz 182 von insgesamt 189 untersuchten Ländern. Über 40 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze von 1,25 US-Dollar pro Tag.

Bei dem anspruchsvollen Projekt kooperiert die Konvoi-Hilfsorganisation mit weiteren Organisationen. Für die Ausbildung der Beschäftigten sorgt beispielsweise die erfahrene CMA-Klinik St. Camille in Nanoro. Der Klinikbetrieb wird kostendeckend, also ohne Gewinnstreben, geführt.

Weitere wichtige Kooperationspartner sind Ärzte von deutschen Kliniken, die auf ehrenamtlicher Basis das Projekt unterstützen. Neben den notwendigen Neuanschaffungen für die Klinikausstattung wird der Konvoi aus der Region auch zwei Schiffscontainer mit gespendeter gut erhaltener Krankenhaus- und Pflegeheimausrüstung nach Burkina Faso schicken.