Hilfe für über Tausend behinderte Menschen in Burundi

201503313001-burundi-rollstuhl-dentler.jpg Im März hat unser Koordinator für Behindertenhilfe, Hans-Peter Dentler, wieder rund 600 Rollstühle, Gehhilfen und andere Behindertenhilfsmittel in Burundi (Afrika) verteilt. Im zweitärmsten Land der Welt gibt es kein „soziales Netz“ wie bei uns, das sich um behinderte Menschen kümmert. Neben 188 meist gebrauchten und überholten Rollstühlen, vielen Gehhilfen, WC-Stühlen, Krücken, Prothesen usw. wurden zusätzlich von ihm auch 600 gebrauchte Brillen und Hörgeräte direkt an bedürftige Menschen, die kein Geld für diese Anschaffungen haben, verteilt.

Aber das ist noch nicht alles: Der gebrauchte 40-Fuß-Schiffscontainer wurde von der Firma Contargo in Wörth gespendet und blieb dort. Er wurde in der Stadt Gitega zum Sporthaus für den Fußballnachwuchs umgebaut und eingerichtet.

201503313009-burundi-rollstuhl-dentler.jpg

Hilfe für über Tausend behinderte Menschen in Burundi

Dafür sagt Herr Dentler allen Spendern, aber auch allen Mitarbeitern in Werkstatt und Lager in Karlsruhe-Oberreut, ein herzliches Dankeschön! Die Reisekosten hat er – wie immer – selbst aus eigener Tasche bezahlt!
Danach flog er noch nach Ruanda und Äthiopien, um die Kontakte für die nächsten beiden Containerlieferungen mit Hilfsmitteln zu knüpfen und zu organisieren.

Inzwischen hält er sich schon wieder in Sri Lanka auf, um den vor fünf Wochen verschickten Container mit Behindertenhilfsmitteln direkt an die armen Menschen zu verteilen.

Bitte unterstützen Sie diese außergewöhnliche Arbeit und unschätzbare Hilfe für diese „Ärmsten der Armen“ mit Ihrer Spende, Kennwort: Rollstuhlprojekt.

Herzlichen Dank!

Manfred Rölleke

201503313001-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313002-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313003-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313004-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313005-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313006-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313007-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313008-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313009-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313010-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313011-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313012-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313013-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313014-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313015-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313016-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313017-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313018-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313019-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313020-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313021-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313022-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313023-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313024-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313025-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313026-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313027-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313028-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313029-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313030-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313031-burundi-rollstuhl-dentler.jpg201503313032-burundi-rollstuhl-dentler.jpg

Der Staudamm von Komki – ein Jahrhundertbauwerk für die örtliche Bevölkerung

Ihre Großeltern hatten schon davon geträumt, sich die kurze Regenzeit das ganze Jahr über nutzbar zu machen. Doch wie? In der Talsenke von Komki, Burkina Faso, fallen von Juni bis September gewaltige Niederschläge. Doch von Oktober bis Mai, also zwei Drittel des Jahres, herrscht Trockenheit. Fünftausend Familien, mit Kind und Kegel 20.000 Menschen, leben von einer Ernte und vier Monaten Arbeit. Die Trockenzeit lähmt alles Leben. Denn die Wasser im Tal versickern und verdunsten, der See wird zur Pfütze und trocknet aus. Wer einen Brunnen hat baut etwas Gemüse an. Die meisten Kleinbauern aber hängen untätig herum; und die Jungen verlassen das Tal.

Jetzt wird der alte Traum Wirklichkeit. Dank der Spende einer Heidelberger Familie konnte Ende 2014 der Grundstein gelegt werden. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Bonn gab den Löwenanteil von 95.000 € zum Bau des Stausees. Doch es war ein langer und harter Weg: Auf den Projektantrag folgten endlose Auflagen, Nachfragen und Änderungen: Wie die Familien das Land künftig unter sich aufteilen würden, ob denn auch die Ärmeren zum Zuge kämen, wer würde wieviel Wasser nutzen? Papiere über Papiere. Unsere Zuversicht stand oft auf der Kippe. Bei meinen Besuchen im Tal schlug mir schließlich offenes Misstrauen entgegen.

An diesem Morgen im Mai sind alle Zweifel verflogen. Die Dorfbewohner sind alle auf der Baustelle, um uns – Konvoi der Hoffnung e. V. – zu danken. Ihr Sprecher, Prosper Nikiema, leitet den Verein der Gärtner und Kleinbauern (AJK).

Der Schullehrer hat das Projekt in zweijähriger Arbeit mit uns vorangetrieben, Geometer kommen lassen, Vermessungen und Bodenprofile erstellt und Kostenvoranschläge von Baufirmen eingeholt. Er verfasste mit seinem Verein AJK eine Satzung und verpflichtete die Mitglieder auf das Ziel, all ihre verfügbare Kraft und Zeit einzusetzen, um den Bau bis zur Regenzeit im Juni zu beenden.

Es ist Ende Mai und die ersten Wolken ziehen auf. Um die Mittagszeit klettern die Temperaturen auf 50° in der Sonne. Man hat das Gefühl, zu verdampfen.

Doch die Männer von Komki arbeiteten wie die Ameisen. Sie schafften schwere Steine herbei, mischten Beton und festigten die Schürzen des Damms. Bauleiter Bernard führt uns über den fast fertigen Damm. Mit einer Länge von 200 m ein gewaltiges Bauwerk. Nach Norden öffnet sich die Talsenke wie eine Wanne und man kann sich gut vorstellen, wie groß der See in wenigen Wochen sein wird. Ein Überlauf von siebzig Metern Breite soll die Fluten zähmen.

In der Regenzeit fällt bei heftigen Gewittern der Himmel auf die Erde. Das Land am Rande der großen Wüste hat schon richtige Flutkatastrophen erlebt. Zuletzt im Jahr 2009, als das Wasser tausende Hütten weg riss. Mehr als 150 000 Menschen wurden obdachlos, die Nikiemas mit ihren Kindern gehörten dazu.

Den Auftrag gaben wir einer der erfahrensten Baufirmen von Burkina Faso, ETPS. Ihr Chef, Charles Belemviré, hat in den vergangenen Jahrzehnten schon mehr als ein Dutzend Staudämme gebaut.

Die Bagger und Planierraupen werden in den nächsten Tagen noch die Wälle an beiden Ufern aufschütten und befestigen, dann können sie abgezogen werden.

Der Sprecher der Kleinbauernfamilien, Prosper Nikiema, kann, wie er erleichtert sagt, nachts wieder ruhig schlafen. Denn die Baufirma hat ihren Zeitplan eingehalten und solide gearbeitet. Und die Dorfbevölkerung war mit ganzem Einsatz dabei.

Und immer wenn es in der Savanne etwas zu feiern gibt, sind auf einmal Trommeln da. Und die Frauen beginnen ausgelassen zu tanzen. Trotz der brütenden Hitze.

Rolf Pflücke

Am Tag als der Regen kam

-Eilmeldung-

Heute, am 03.06.2015, begann die Regenzeit in Komki (Burkina Faso). Vor drei Tagen wurde der Hauptdamm des Wasserrückhaltebeckens fertiggestellt.

201506030001-komki-ipala-wasser-becken-damm-burkina.jpg

Drei Tage nach Fertigstellung des Hauptdammes beginnt die diesjährige Regenzeit

Ein ausführlicher Bericht von unserem stv. Vorsitzenden und Afrikakoordinator Dr. Rolf Pflücke – er ist zur Zeit persönlich in Komki – folgt in einigen Tagen.

Danke! und Bitte!

201505300002-sammeltag-oberhausen-rheinhausen.JPG Herzlichen Dank für die gut besuchte Sammelaktion am vergangenen Samstag für Osteuropa und bedürftige Menschen in unserer Region! Neben rund 650 Kartons Kleidung und Schuhen kamen wieder sehr viele gute Sachspenden des häuslichen, beruflichen und handwerklichen Bedarfs zusammen. Besten Dank allen Sach- und Geldspendern und unserem fleißigen Sammelteam.
Weiterlesen

Christine Nakibuuka bei Sammelaktion am 30.05.2015 in Oberhausen-Rheinhausen

Christine Nakibuuka ist Gründungsmitglied der Organisation Kyamulibwa Anti Aids Program (KAP) aus Uganda. Die Organisation ist eine Initiative, welche für die Bekämpfung von HIV / Aids ins Leben gerufen wurde. Kyamulibwa liegt ca. 50 km östlich vom Viktoriasee im Distrikt Kalungu (Uganda). Die Bevölkerung von Kyamulibwa zählt etwa 50.000 Menschen, die vorwiegend von der Landwirtschaft leben. Allerdings gibt es kaum eine Familie in Kyamulibwa, die nicht in irgend einer Form von der Krankheit HIV / Aids betroffen ist. Weiterlesen